1980-2018

Anfang bis Mitte der 80er Jahre, also die Zeit mit dem grausigen POP und den “Home-Synthis” und anderen seltsamen Dingen auf die ich hier gar nicht eingehen möchte, hörte auch ich Musik. Aber entgegen 99,99% der Jugendlichen (heute “Teens”, also thirTEEN bis nineTEEN und ja die Zahl 99,99% ist nicht belegt, ich denke aber sie ist eher noch zu gering) nicht die POPuläre.

Es waren aber Namen wie eela craig (das ersten namenlose Album ist genial), Deep Purple, Led Zeppelin (yep: Kashmir) und einige Großgeister von Woodstock, welche ich hörte.

Doch eine Band prägte mich damals im Besonderen: Pink Floyd. Wie bringen die derart seltsame, mysthische Klänge auf LP?

Aja, LP. Für die Jüngeren unter euch: Das heißt LangspielPlatte. Abspielbar mit einer Umdrehungszahl von dreiunddreißigeindrittel pro Minute. Im Gegensatz zu den Singles (die nicht Kurzspielplatte hießen, das wäre nicht gerade verkaufsfördernd gewesen, so wich man in die damals coole, englische Sprache aus) die man mit fünfundvierzig Umdrehungen pro Minute abspielte. ….und das auf einem Plattenspieler. Zu behandeln wie ein rohes Ei. Vor allem die Nadel.

Aber zurück. Nachdem ich nicht gerade viele Diskussionspartner über Pink Floyd und deren Klänge hatte, ergab es sich durch Schicksal, dass ich einen neuen Mitschüler kennenlernen durfte, welchen ich nach circa einem Jahr zu schätzen lernte. Nachdem wir uns -wie auch immer, ich weiß es nicht mehr-  näher kamen, startete eine unglaublich interessante und lehrreiche Zeit…

 

1980 – 1982:

Mag ja jetzt alles sehr genial klingen, doch die schöne Zeit startete folgendermaßen:

Instrumente: 1x durchschnittliche Akustikgitarre mit einem sehr, sehr günstigen Tonabnehmer, bedient von unserem (wir waren zwei) Gitarristen Tom S.

Gesangsmikrofon: 1x Dynamisches Plastikmikrofon (wobei der schwarze Plastikteil irgendwann Silber lackiert wurde, wahrscheinlich damit es DOCH nach Metall aussieht) bedient von mir, Oliver E.

Effektgerät für Gesang: 1x eine Holzbox ca. 200x200x50mm aus selbstzugeschnittenen Pressspanplatten (vom “Holz-Kölbl”, in der Nähe des heutigen “AEC” in Linz) mit einem selbst zusammengelöteten (mit teilweise “kalten” Lötstellen, weil der Lötkolben älter war als wir) Hall. Vom Painer. ABER: Nicht mit elektronischem Hall an sich, sondern einer Hallfeder! (Es war interessant diese zu berühren und loszulassen, es ergab einen furchtbaren und ebenso vielleicht mysthischen Klang…). Dazu 2 Poti mit -diesmal echten- METALLdrehknöpfen.

Aufnahmemaschine: Irgendein Kassettenrecorder mit MC (falls es wer nicht mehr kennt: MC=MusikCassette, so ein Plastikding mit einem Magnetband, welches 4 Spuren hatte. In die eine Richtung “Stereo Links und Rechts”, sowie in die andere Richtung “Stereo Links und Rechts”. Allerdings musste man sie “umdrehen”. Und besonders cool: Aus irgendeinem unerfindlichen Grund, passten die damals standardmäßig sechseckigen Bleistifte in die Innenzahnräder zum Antrieb des Bandes. Das war deshalb cool, weil man das Band mit einem Bleistift weiterdrehen oder spannen konnte, falls es die SoundMachine mal wieder “gefressen” hatte. Na egal. Zur Not ging’s auch mit nicht frisch geschnittenen Fingernägeln.

Aufnahmestudio: Kinderzimmer (heute Jugendzimmer, wieso auch immer nicht “Teenroom”), elfter Stock in einem Urfahraner Hochhaus, in der zweiten Linie zur Donau.

Aufnahmematerial: Beatles. “Nachgespielt”. Wahrscheinlich deshalb Beatles, weil wir Noten hatten. Ja, wir konnten Noten lesen.

So begann die “Aufnahmekarriere”. Ohne Mixing und Mastering. Ich denke wir kannten die Ausdrücke damals gar nicht. ( gab es sie überhaupt?)

So wurden nun die ersten Aufnahmen durchgeführt. Kurz darauf kauften wir uns (wieder beim Painer) einen Bausatz für einen Verzerrer. Wohlgemerkt immer noch für die Akustikgitarre mit Nylonsaiten. Wieder mal kalte Lötstellen, nachgelötet und… -er funktionierte! (Wobei ich mir heute nicht mehr sicher bin, ob der “Distortion” oder das Grundrauschen lauter war.

Aber egal. Zu dieser Zeit, nahmen wir das Ganze sehr ernst und hatten auch Spaß daran. Nebenbei passierte auch eine wichtige andere Sache: Nach einer gewissen Zeit konnten sich Tom und ich, was die Musik anbelangte, “blind” verstehen.

Da uns die ganze Sache nicht mehr losließ, kaufte sich Tom eine E-Gitarre und ich ein Schlagzeug bei Musikhaus Fuchs (existiert heute noch). Ungefähr zur selben Zeit fanden wir einen ausrangierten Gitarrenverstärker hinter dem Pfarrheim der Stadtpfarre Urfahr, welcher dort entsorgt wurde. Wir schleppten ihn zu Fuß (er hatte ca. 25kg) ein paar Kilometer zu Tom nach Hause. Dort wurde ein neuer Verstärker eingebaut, da der verbaute defekt war. Auch dieses Gerät war nun einsatzbereit!

Zu diesem Zeitpunkt begann ich neben meinem Klavierunterricht auch Schlagzeugunterricht zu nehmen.

Hier sei mir noch eine Anmerkung zu Tom erlaubt. Tom war Linkshänder. Da wir uns nicht einmal annähernd Linkshändergitarren leisten konnten, spielte er auf Rechtshändergitarren. Das Ganze ist deshalb so beeindruckend, weil er auf der E-Gitarre die Saiten “richtig” bespannt hatte (also tiefe “E” oben), allerdings bei der Bassgitarre die tiefe “E” UNTEN hatte. Also se(a)itenverkehrt!

Nun musste ein Bandname her.

Dieser war “TBC L.t.d.Der Name wurde ca. 2 Jahre später auf “Anderson Council Band” abgeändert (eine Hommage an “Pink Floyd”, deren Bandname ja aus den Vornamen der Bluesmusiker “Pink Anderson” und “Floyd Council” besteht, -so nahmen wir ganz einfach nicht wie “Pink Floyd” die Vor- sondern die Nachnamen). 

Ebenfalls in der Zeit 1981/82 entstand der erste Kurzfilm: Dieser war (wieder mal) eine Hommage an unseren (einzigen) Mikrofonständer, welcher in einem nicht vertonten “Super 8″ Film geehrt wurde (er mußte ja auch wirklich viel aushalten). Leider habe ich den Film nur im Super 8 Format. Falls ich diesen mal als MP4 bereitstellen kann, werde ich ihn unter der “Mediathek” dieser Site zur Verfügung stellen.

Ebenfalls im Jahr 1982 stellte mir meine Tante in ihrem Haus in Zwettl an der Rodl am Dachboden einen Platz zur Verfügung, an welchen ich die Möglichkeit bekam, einen “Proberaum” (wir nannten es -stark geschönt- “Studio”) einzurichten. (unter “Impressionen” und “Mediathek” – “Earthpoint in the 80`s” sieht man SW-Photos von diesem “Dachbodenstudio”).

Tom S. und ich bauten in den kahlen Dachboden mit Glaswolle, Pressspanplatten und gefühlten 3 Millionen “Spax”-Schrauben Wände und Boden und hatten so einen Raum zum Proben und “Aufnehmen”. Der Raum wurde im Sommer 1983 fertiggestellt und hatte sogar ein rote “Vorsicht Aufnahme” Beleuchtung an der Aussenseite (diese war übrigens eine abgerissene Nebelrückleuchte eines PKW der Marke “Subaru”).

Nun waren wir wer! Wir hatten unser eigenes “Studio”!

 

1983 – 1985

Im September 1983 ergab es sich auf Grund der Schulwechsel von Tom und mir, dass wir  -zumindest während der Schultage- voneinander getrennt waren. Wer jetzt glaubt wir vernachlässigten unsere musikalische “Karriere” irrt gewaltig. Jeder freie Tag und alle Ferien wurden für “unsere” Musik verwendet.

Im Zeitraum 1983 bis 1985 wurden nachstehende Erweiterungen im “Studio” vorgenommen:

  • Das Schlagzeug wurde mit einem Ride-Becken und zwei zusätzlichen Toms erweitert. (27.12.1983)
  • Eine Bassgitarre, Marke ??? (Februar 1985)
  • Ein 12-Kanal Mischpult (24.08.1985)
  • Ein Kondensatormikrofon TECT VM83R für Gesang (27.12.1985)
  •  Eine 2-Kanal Endstufe SOLTON (30.12.1985)
  • Eine Menge Pressspanplatten für den Bau von zuerst einer, dann zwei Lautsprecherboxen und 2 Hochtönern. (1984 und 1985)
  • Ein Tonbandgerät der Marke Phillips “4407″ inklusive Tonbändern.

Apropos Lautsprecher und Hochtöner:

Als erstes hatten wir EINE Lautsprecherbox die folgendermaßen zustande kam:
Da wir einen billigen Lautsprecher suchten erfuhren wir beim “Painer” (dort waren wir zu dieser Zeit ziemlich oft und sahen uns Dinge an die wir uns ohnehin nicht leisten konnten…), dass sie einen Lautsprecher hatten, bei welchem die Schwingspule -warum auch immer- schief eingebaut war. Wenn man diesen Lautsprecher normal verwendete, krachte er. Passte ja zu dieser Zeit prinzipiell zu uns, dass wollten wir aber dann doch nicht…
Wir nahmen ihn trotzdem (fast geschenkt) an uns und verbauten diesen mit 2 Hochtonhörnern in eine Box, welche ca. die Abmaße 80x80x160cm hatte.
Die Schwingspule wurde mit einem “einstellbaren” Holzstück -welches wir an der Innenrückseite des Lautsprechergehäuses befestigten- durch Druck an die Rückseite des Lautsprechers geradegerichtet! Er krachte nicht mehr! Dieser Speaker wurde auch noch bei einem Livekonzert eingesetzt, allerdings mußte ihn auf Grund der Größe Tom mit seinem 2CV (mit offenem Dach) transportieren…

Da dieser Speaker aber nun doch sehr unhandlich war, verkauften wir ihn an einen gewissen “Mike” (??) und planten zwei Neue.

Nachdem wir nun die “einstellbare” Box verkauft hatten, bauten wir die “Zweite Generation” von Speakern. (Also Stereo. -So arm wollten wir nun doch nicht sein.) Wir benutzten zwei “Becker” 32cm Lautsprecher und in den beiden Hochton gehäusen 12 Piezolautsprecher. (Diese Boxen sieht man auch unter “Mediathek – Earthpoint in the 80`s”.)

…und wieder mal gefühlte 2 Millionen “Spax”-Schrauben, welche wir alle mit der Hand anzogen (Akkuschrauber hatten wir keinen) waren sie fertig!

Die Boxen wurden ungefähr so groß wie Hundehütten für ausgewachsene Bernhardiner (mit Rumfass). Aber sie waren “cool” und stabil…

Übrigens bauten wir zirka ein Jahr später nochmals 2 ähnliche Lautsprecher, welche ein wenig kleiner waren. Diese waren bis 2013(!) -sogar bei einem Liveauftritt meines Sohnes in Wels 2011- im Einsatz.

Zu dieser Zeit begann unsere “Aufnahmekarriere”. Wir versuchten immer mit 4 Spuren auszukommen, da wir auf dem Tonbandgerät eben diese zur Verfügung hatten. Man konnte auch auf mehr als 4 Spuren produzieren (indem man zu den bereits aufgenommenen z.B. 2 Instrumente dazuspielte, die beiden schon vorhandenen dann auf die neuen Spuren mitkopierte und man so die beiden ersten wieder freibekam) allerdings litt die Qualität immens. Wir produzierten trotzdem so, da -wie vorher bereits beschrieben- wir ja nur zu zweit waren. Und ohne 3 Takes durchzuführen ging es ohnehin nie.

Wie machten wir das:

1. Take: Ich spielte Schlagzeug, Tom den Bass.

2. Take: Tom spielte Rythm-Gitarre, ich fallweise Percussion, Flöte, Orgel, …

3. Take: (falls notwendig) Tom spielte Solo-Gitarre, ich sang.

So nahmen wir unsere ersten Songs im Jahr 1983 + 1984 auf. Wenn ich mich so recht zurückerinnere, waren dies: Winter Time (Steve Miller Band), If – The Nile Song – Wish You were here - A Saucerful of Secrets (alle Pink Floyd), einige Titel von Syd Barrett und ein erster selbstgeschriebener Song namens “Kellerlicht”. Wieso auch immer “Kellerlicht”…

Naja, -wir fühlten uns gut, die Qualität erinnerte an irgendetwas zwischen Grammophon und Telefonlautsprecher. Also mussten wir etwas ändern.

Wir erweiterten -wie oben schon aufgelistet- um ein Mischpult und ein Kondensatormikrofon. Das Ergebnis war nun viel besser, der Telefonklang war weg.

Nachdem uns auch unser “Recordinggerät” Phillips 4407 langsam aber sicher wegstarb, leihten wir uns von meiner Tante ein Phillips 4416 aus (sie bekam es nie mehr zurück), welches die Qualität wieder etwas steigerte. Mit diesem Gerät wurde von 1984 – 1988 aufgenommen…

Ende 1984 wurde der Bandname nochmals geändert und zwar in “Earthpoint”.

Weiters ergab es sich, dass 2 ehemalige Mitschüler unseres Gymnasiums ein “Rock-Messe” erschufen. Diese probten wir so oft, dass ich heute die meisten Schlagzeugriffs noch auswendig kann. (Weckt mich in der Nacht auf und ich spiele euch sofort den Einsatz von “Kyrie” oder den Soloschlagzeugbeginn von “Agnus Dei”)

Das wir nun zu viert waren, hatte zumindest einen Vorteil. Wir konnten nun Live-Auftritte durchführen. So wurde die Rock-Messe 3x Live performed: 1x in der Aubergkirche in Linz, 1x in der St. Martin Kirche in Linz und 1x (auszugsweise) bei einem Schulabschlußfest des heutigen “Georg von Peuerbach” Gymnasiums ebenfalls in Linz. Bei letzteren Auftritt half uns übrigens der Linzer Singer- und Songwriter “RIK” beim Einpegeln (RIK: “HalloooEchoMannEcho!”). Danke Hr. Benedikt, auch Du musstest uns viel zu Früh verlassen…

Nachdem das Werk prinzipiell nicht schlecht war, gingen wir “fremd”, nahmen unser gesamtes Erspartes und gingen in ein “echtes” Tonstudio namens “Skyline” in Linz-Urfahr. (Die Firma mit ihrem Betreiber Bernie L. existiert heute noch als Bühnenausstatter). Die ganze Rock-Messe wurde am 25.06.1985 auf MCs kopiert und verkauft (bzw in den meisten Fällen) verschenkt.

Nachteil dieser ganzen Sache war: Unsere beiden neuen Mitglieder waren zwar lässige Kumpels, “passten” aber nicht 100%ig “musikalisch” zu uns. Wir nahmen trotzdem in unserem Dachbodenstudio zu viert noch eine musikalische Geschichte namens “Der Veteran”, sowie einen “SacroSong” auf, doch ich konnte mit dieser Art der Musik wenig anfangen.

Irgendwann 1985, anfang 1986, löste sich die ganze Geschichte wieder mehr oder weniger auf. Tom und ich waren wieder zu zweit. Wir konnten zwar als Duo nicht mehr Live-Performen, jedoch war es musikalisch weitaus ergiebiger.

Zu dieser Zeit gab es auch die erste “Wartung”. Und zwar an Tom`s E-Gitarre. Da diese -vorsichtig ausgedrückt- nicht mehr ganz “bundrein” war und auch die Bünde an sich schon “leichte” Einkerbungen durch die Saiten hatten, musste etwas geschehen. Wir vermaßen den Gitarrenhals aufs Genaueste (d.h. mit unseren Augen schauten wir von hinten rein) und stellten fest, dass der Hals einem Haarlineal nicht mehr standhalten würde…
Also: Saiten runter, Hals abgeschraubt, alte Bünde rausgerissen… Eines wussten wir genau: Wenn man Holz nass macht, lässt es sich leichter geradebiegen! Wir tauchten den ganzen Hals in Wasser und spannten ihn im Schuppen meiner Tante “über die Nacht” in den Schraubstock einer Hobelbank ein!!! Warten, warten, warten, …
In der Früh (also bei uns gegen Mittag) spannten wir ihn wieder aus und: …er war geradER. (nicht wirklich gerade, aber doch besser). Nun sägten wir von einem Meter Bundeisen die Bünde zu, feilten sie und klopften sie mit einem normalen Hammer wieder in die Einkerbungen des Halses ein. Ich glaube zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns (es sagte aber keiner): “Die Klampfe wird NIE WIEDER bespielbar sein!” Aber wie meistens bei uns: Sie WAR wieder bespielbar und besser noch dazu! 

1985 drehten Tom und ich noch einen zweiten Kurzfilm, bei welchem wir unser gesamtes “Musikequipment” in circa 2 Meter Schnee im Mühlviertel (nähe Schenkenfelden) aufbauten. Auch diesen Film gibt es leider nur in “Super 8″-Format. Aber Tom machte davon eine Zeichnung, welche unter “Impressionen” zu sehen ist.

 

1986 – 1988

Dies war eindeutig unsere beste Zeit. Ich bin mir sicher, hätten wir nach diesen 3 Jahren nicht aufgehört, viel an Geld investiert (was wir nicht konnten) und viel “geübt”, wären noch interessante Songs entstanden.

Wir erweiterten unser Studio abermals mit einigen (auch ausgeliehenen) Effekten und bauten uns (da war Tom sicher der fleißigere) Routings mit vielen, sehr vielen, Tastern und Selbsthalterelais. Weiters leihten wir uns ein analoges 4-Spurrecordinggerät aus, mit welchem man 4 Takes einzeln, ohne “Zwischenüberspielung” auf normale MCs aufnehmen konnte. Und: Ein “ROLAND Space-Echo” kam des Öfteren zum Einsatz.

Wieder kam ein “Gastmusiker” für einige Monate bei uns zum Einsatz, sein Name war “Bertl”. Er war ein Singer- und Songwriter, wir nahmen einige Titel auf Band auf und kamen so (da wir ja nun wieder um einen mehr waren) zu einem weiteren Life-Auftritt in einem Bauernhaus im Bezirk Perg. Das Ganze in einer Art Kommune, nur Damen, im Jahr 1987. Die Erinnerung an dieses Konzert ist -warum auch immer- sehr vage…

Irgendwann war auch “Bertl” nicht mehr bei uns und unser letzte musikalische, gemeinsame Zeit fing an…

Alles in allem konnten wir -wohlgemerkt mit unseren Mitteln, nämlich fast keine- mit unseren Aufnahmen zufriedener sein.

In diesen letzten beiden Jahren unserer musikalischen Zusammenarbeit enstanden einige Covers von Pink Floyd (Careful with that Axe Eugene, A Saucerful of Secrets, If), zwei Covers von Led Zeppelin (Stairway to Heaven und Going to California) und zwei selbstgeschriebene Songs nämlich “Your Song” und “Out with the People”.

Weiters versuchten wir uns ebenfalls in experimenteller Musik, was in einem Cover von “Koyaanisqatsi” endete.

 

Dann kam -wie bei so vielen- eine Zeit des -zumindest ansatzweise- Auseinanderlebens. Ich begann zu arbeiten, Tom studierte mit sehr großem Erfolg “Bildende Kunst” (er schloß das Studium natürlich mit Auszeichnung ab) und war somit “Mag. art.” also “Magister Artium”.

 

1989 – 2014

Diese Zeit hatte nur mehr wenig mit Earthpoint und dem Dachbodenstudio zu tun. Zu diesem Thema gibt es nur mehr zwei wichtige Daten:

1. Ich erstellte 1996 von unseren besten Aufnahmen eine CD für unseren privaten Gebrauch. Unter “Mediathek” findet ihr ein Foto des Covers und der CD (das Design natürlich von Tom) und zwei Titel daraus. “Careful with that Axe Eugene” und “Going to California”

2. Meine Tante verstarb in hohem Alter 2007 und ihr Haus, in dem sich 25 Jahre “unser Tonstudio” befand, wurde 2008 verkauft und das Studio geräumt.

 

1994 – 2012 (mein Sohn Alex)

In diesem letzten Kapitel möchte ich noch die wichtigsten Daten zu meinem Sohn anmerken, da er ja dafür “verantwortlich” ist, dass mein Interesse für Musik (welches IMMER vorhanden war und ist) wieder einen so hohen Stellenwert bekam.

Geboren am 12.03.1994

Erste Kontakte mit Instrumenten ab 1997 mit 3 Jahren.

Erster Musikunterricht mit fünf Jahren am Klavier bei meiner Tante (bei wem sonst!) im Haus in dem sich unser Dachbodenstudio befand.

Erster Liveauftritt 2009 mit 14(!) Jahren beim “Noppen Air” in Neusserling mit Slope Combat.

Erstes selbstgeschriebenes Lied “Drugstore Nightmare” 2009, welches in der Mediathek zu finden ist. (sein Bass, seine Stimme, aufgenommen im SHS).

Oberösterreich-Sieger mit Slope Combat bei “Local Heroes” und in Folge ein Liveauftritt in der “Arena Wien” 2010.

Wichtigster Liveauftritt im “Posthof” 2011 als Vorband bei Johnny Winter mit Slope Combat.

Video “Call of the Crossroads” mit Slope Combat (Danke Bernie, danke Patrick). Auch dies findet ihr in der Mediathek.

Dazwischen immer wieder Liveauftritte bei: “PayBack-Festival”, “Wurm-Festival”, “Sunflower-Festival”, “Pressure”, “Hafenstern”, “Schl8hof Wels” und weitere verschiedenste Bars.

Leider mußte Alex am 06.07.2012 durch einen Verkehrsunfall diese Welt für immer verlassen…

Ohne ihn würde es die StoneHillStudios, diese Webseite und viele, viele glückliche und musikalische Stunden für mich nicht geben und gegeben haben.

DANKE ALEX !!!

 

Was wird noch kommen?

Der Kontakt und die Freundschaft mit Tom S. dauert bis heute an. Wenn wir derzeit auch keine Musik mehr machen, so spüre ich, dass letzte Kapitel “Earthpoint” ist noch nicht geschrieben………..

 

Erster Nachtrag 2016

Ich konnte es nicht lassen: Ich musste Tom eine Linkshändergitarre (Fender-Squier Strat) schenken. Tom übt schon wieder….
Neja, wir werden sehen…..

 

Oktober 2016

Es kam wie es kommen musste: Von 26. bis 29. Oktober 2016 gingen Tom und ich in “Klausur” in den SHS. Tom kam mit dem Zug und das mit seiner Linkshändergitarre im Gepäck.
Plan hatten wir keinen, wir entschieden uns dann den Song “Careful with that Axe, Eugene” von “Pink Floyd” re-re zu covern.
Ihr findet den Song (und ein paar Fotos) unter der Mediathek. Und ja, Tom spielt einen Rechtshänder-Bass noch immer links und noch immer se(a)itenverkehrt!!!
Mir bleiben nur noch zwei Dinge zu sagen:
1) Es gibt Zeiten die man nie vergisst. -Diese 4 Tage sind eine solche und bedeuten Glück.
2) Versprochen; -es war nicht das letzte Mal…

 

 

Oktober 2017

Versprechen (siehe Oktober 2016) hält man ein und somit gab es die nächste “Klausur” von Tom und mir in den SHS… Genau ein Jahr später.
Es war sonnig, es war stürmisch, es war ein Kampf mit den Takten und heraus kamen doch 2 sehr gute Produktionen.
1x das Cover zu “Mother” vom Album “The Wall” (1979; Pink Floyd) und zum Zweiten das Cover vom Intro zum Album “Animals” (1977; Pink Floyd). Beides zum Anhören in der “Mediathek” auf dieser Site.
Kurz gesagt eine herrliche Zeit -wie immer- entspannte Gespräche und -nicht zuletzt das Wichtigste- GUTE MUSIK!
Freue mich schon auf das nächste Mal!
Mehr will ich hier gar nicht schreiben, da Tom einen Gasteintrag schrieb, der in der Mediathek unter “The Tempest Days” wieder zu finden ist. Danke Tom!

 

 

 

…to be continued???…